Archiv für November 2010

Ethisch korrekte Klamotten aus der „Fair Trade Zone”

Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert seit etwa 20 Jahren die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Kleidung und mobilisiert unter anderem aufgrund von Eilaktionen kritische Konsumenten.
Unternehmen haben unterdessen reagiert. Abteilungen für Soziale Verantwortung (CSR) wurden gegründet, Überprüfungen in Zulieferbetrieben und Pilotprojekte durchgeführt. Einige Unternehmen sind Multistakeholder Initiativen (MSI) beigetreten.

Seit einigen Jahren gibt es unterdessen für bewusst konsumierende Menschen vermehrt Anbieter von „ethisch korrekten Klamotten”. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat in der Vergangenheit die sozial-ökologische Mode auf den Prüfstand gelegt. Was heißt ethisch korrekt herstellen und konsumieren? Wie geht das und was bewirkt es?

Mit dem T-Shirt aus der Fair Trade Zone „Nueva Vida” unterstützt INKOTA Arbeiterinnen dabei, sich ein „neues Leben” aufzubauen. Die Kooperative besteht seit 1998. Die ArbeiterInnen treffen alle Entscheidungen auf einem monatlichen Plenum. Weiterhin garantiert das Kollektiv ein monatliches Einkommen, das durchschnittlich um 25 Prozent höher ist als der übliche Mindestlohn. Derzeit beträgt dieser 140 US-Dollar. Alle sind sozial- sowie krankenversichert. Gemeinsam schaffen es die Frauen, unter fairen und selbstbestimmten Arbeitsbedingungen öko-soziale Bekleidung für verschiedene Abnehmer herzustellen.

Die Shirts gibts von S bis XL für 15€.

Mehr dazu und Bestellungen auf: www.inkota.de

Ich will ein faires & grünes Handy!

Wir arbeiten schon seit langem mit der Kampagne makeITfair von Germanwatch zusammen. Deren Kampagne „Ich will ein faires & grünes Handy!“ geht nun in den Endspurt und sucht daher noch UnterstützerInnen:

Das Projekt makeITfair setzt sich für bessere Arbeits- und
Umweltstandards in der IT-Prduktion ein! Die aktuelle Kampagne richtetDie
sich an die Mobilfunkanbieter, die als größte Verkäufer von Handys ihre
Verantwortung ernst nehmen müssen:
- uns über die Produktionsbedingungen zu informieren
- grüne & faire Alternativen anzubieten
- ein fachgerechtes Recycling zu garantieren

Unterstützt die Kampagne online unter:
www.makeitfair.org

Bestellt Printpostkarten bei Germanwatch: Dallmer@germanwatch.org

Und hier das Aktionsvideo (englisch):

Vortrag: Arbeit zum Discountpreis – ausgenutzt bei Lidl

8. November 2010 | 18:00 – 20:00 | Friedrich-Ebert-Stiftung, Burgstr. 25, 04109 Leipzig | Mit AktivistInnen aus Bangladesh und Indonesien

Einblicke in die tristen Arbeitsbedingungen bei Zulieferern deutscher Discounter in Bangladesch und Indonesien von zwei Näherinnen und zwei Wissenschaftler/innen. Die CCC fordert: Rechte für Menschen, Regeln für Unternehmen.

Trotz massiver Einschüchterungen und Verhaftungen von Arbeitsrechtler/innen in Bangladesch berichten zwei Näherinnen von den bedrückenden Arbeitsbedingungen bei Zulieferern deutscher Discounter. Sie werden begleitet von Khorshed Alam, der die Arbeitsbedingungen in den Bekleidungsfabriken in Bangladesch untersucht hat und einer Anwältin der indonesischen Nichtregierungsorganisation TURC, die sich im Rahmen der Kampagne für einen ‚Asiatischen Grundlohn‘ über die Grenzen
Asiens hinweg für einen existenzsichernden Lohn einsetzt.

www.saubere-kleidung.de