Archiv für März 2011

Einladung: Einstiegsseminar für konsum- und globalisierungskritische StadtführerInnen

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Der Frühling kommt – KonsumGlobalLeipzig auch!

Die ersten warmen Sonnenstrahlen sind da und so taut auch unser Blog wieder aus der Kältestarre auf. In Zukunft werdet ihr hier wieder deutlich regelmäßiger Informationen rund um unser Projekt, die neuesten Dinge aus der Konsumwelt und spannende Aktionen und Termine erfahren.
Doch nicht nur virtuell gehts wieder richtig los. Die neues Saison startet und wir suchen auch wieder neue Leute, die Lust haben mitzumachen. Vorrausichtlich Anfang Mai wird es ein Einstiegsseminar von uns geben, doch dazu bald mehr Infos auf dieser Seite.

Bis dahin gilt aber trotzdem schon:
KonsumGlobal Leipzig braucht DICH!
KonsumGlobal, die interaktive Stadtführung, startet in eine neue Saison. Damit wir an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen können, brauchen wir Verstärkung.
Interessierst Du Dich für die Themen Konsum und Globalisierung? Willst Du Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene über ihren Konsum und die damit verbundenen Folgen aufklären? Willst Du Menschen bewegen ihr Handeln zu überdenken? Willst Du etwas bewegen? Willst Du bei KonsumGlobal Leipzig mitmachen?

Dann komm zu unserem nächsten Treffen!

Das KonsumGlobal Leipzig Team trifft sich am Donnerstag, 7. April um 18 Uhr im Beratungsraum des StuRa, Zimmer 001.

Wir freuen uns auf Dich.

Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen

Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen das EU-Recht ändern, um zu gewährleisten, dass in der EU ansässige Unternehmen für die negativen weltweiten Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt haftbar gemacht werden können.

So die Kernforderung des Internationalen Bündnisses Rights for people – Rules for business, welches wir mit unseren Stadtrundgängen auch unterstützen.
Auf der Homepage findet ihr viele Informationen, Materialien und Aktionen rund um das Thema Unternehmensverantwortlichkeit.

Dort gibt es derzeit eine große Petitionskampagne:
An die Staats- und Regierungschefs der EU und an den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso.
Wir fordern Sie auf, die in der EU ansässigen Unternehmen für die weltweiten Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt gesetzlich haftbar zu machen. Verpflichten Sie die Unternehmen, genaue Informationen über ihre Aktivitäten zu veröffentlichen. Ermöglichen Sie Betroffenen Rechtsschutz in der EU.

Unterstützt die Kampagne jetzt auf: www.rightsforpeople.org

Atomkraft – na danke! [Meinung]

Seit Tagen sehen wir nun in den Nachrichten gespannt den japanischen Atomkraftwerken beim Hochgehen zu. Wir sehen daneben Menschen ohne Obdach, ohne Essen, ohne Strom, frierend und hungrig. Wir sehen heroische Einsatzkräfte, die trotz Radioaktivität gegen die Kernschmelze kämpfen und die Helfer humanitärer Hilfswerke, die tausende von Leichen bergen. Und wir sehen abertausende Kilometer entfernt hilflose Politiker zwischen Atomstromlobbyismus und erschrockenen Wählern hin und her schwanken. Zu all diesen Punkten gäbe es einiges zu kommentieren (was auch fleißig getan wird in Blogs und Foren).
Zeitweise sind nun in den Straßen großer japanischer Metropolen die Vergnügungs- und Einkaufsmeilen fast leer und überall laufen Menschen mit Geigerzählern herum. Japanische Regierungssprecher äußern sich zum Stromengpaß – und um nochmals die Parallele zur deutschen Diskussion zu ziehen: auch hier äußern sich Politiker und Experten zu möglichen Stromengpässen oder Einkäufen von Auslands-(Atom-)Strom bei Abschaltungen von AKWs.
Bei all diesen Diskussionen (in beiden Ländern) erstaunt der Blick auf nächtliche Straßen doch sehr. Jene menschenleeren Straßen in Tokioter Einkaufsmeilen – sie sind nachts hell erleuchtet! Die Dichte an Leuchtreklame auf den Bildern der Nachrichtensendung war gleissend! Es war taghell dort. Und hier? Wieviele AKWs würden wir denn einsparen wenn … nun, sagen wir: wenn man in den Geschäften auf nächtliche Schaufensterbeleuchtung verzichten würde (mit dem Zweck: liebe nächtens hier vorbeitorkelnde potenzielle Kunden, kommt doch morgen zu den Öffnungszeiten nochmal vorbei!). Und auf die Flachbildfernseher, die mit einminütiger Redundanz Inhalte in bewegten Bildern liefern, die gerade ein halbes Plakat füllen würden? Wie dringend benötigt die Tourismus-Branche nachts um drei angeleuchtete denkmalgeschützte Gemäuer?
Wir verbrauchen den ganzen Strom, um jede Werbegelegenheit, sei sie noch so unwahrscheinlich, zu nutzen.
Ich laufe nachts auch hie und da vorbei, und die Geschäfte, die dann hell erleuchtet sind, merke ich mir tatsächlich. Das sind nämlich die, in denen ich am Tag definitiv nichts einkaufe.

Anderer Ort – andere Möglichkeit: Wie wir einfach unseren ‚Atomausstieg selber machen‘ können, könnt ihr auf www.atomausstieg-selber-machen.de nachlesen.