Archiv für Mai 2011

Einladung zur einer Veranstaltung Sojamonokulturen

Heute haben wir für euch eine Einladung zu einer Veranstaltung mit einem spannenden Thema, welches uns ja auch immer wieder in unserer Arbeit beschäftigt:

Volle Futtertröge und Tanks in Europa – Vertreibung und Hunger in Paraguay

Über Sojamonokulturen in Südamerika und deren Folgen für die lokale Bevölkerung aber auch für die europäischen Verbraucher berichtet Esther Leiva, Aktivistin und Kleinbäuerin aus Paraguay am 27.05.2011 um 19 Uhr im Café im Haus der Demokratie Leipzig in der Bernhard-Göring-Str. 152 und am 28.05.2011 um 19.30 Uhr im Saal des Esche-Museums in Limbach-Oberfrohna, Sachsenstr. 3.

Die Veranstaltung über die fatalen Folgen der Sojamonokulturen, Menschenrechtsverletzungen und den Widerstand der Kleinbauern in Paraguay findet im Rahmen einer vom 15.05. bis 09.06.2011 in Kooperation mit FIAN Deutschland e.V. organisierten Rundreise mit Esther Leiva in Deutschland und Österreich statt.

Zum Hintergrund:
Soja landet täglich auf unserem Teller, denn das Futter für Fleisch- und Milchprodukte, Eier, Süßwaren und Fertiggerichte basiert auf den importierten Futtermitteln. Europäische Tierzucht- und Mastbetriebe importieren jährlich 40 Millionen Tonnen Sojaschrot. Die einweißhaltige Bohne wird zudem immer wichtiger für die Herstellung von Agrarkraftstoffen. Das kleine Land Paraguay im Herzen Südamerikas steht weltweit an vierter Stelle im Sojaexport. Die steigende Nachfrage macht den Anbau sowohl für brasilianische, argentinische und deutsche Landbesitzer profitabel als auch für internationale Saatgutfirmen und Futtermittelhersteller in Europa.

Der Sojaanbau in Monokultur bedroht Mensch und Umwelt. Der steigende Pestizideinsatz auf den Feldern mit gentechnisch veränderten Sojapflanzen macht die Landbevölkerung krank. Krebs- und Atemwegserkrankungen, Ausschläge und Kinder mit Missbildungen sind nur einige der Folgen. Auf den Feldern der Kleinbauern verkümmern die Pflanzen, Flüsse und Bäche sind vergiftet und die Böden ausgelaugt. Die rücksichtslose Ausweitung der Anbauflächen bedroht außerdem die kleinbäuerliche Landwirtschaft und verschärft den Landkonflikt.

Ansprechpartnerin: Urte Grauwinkel, Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V., Tel. 0341-3065-381

Veranstalter: Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft Sachsen, Ökolöwe – Umweltbund Sachsen e.V. und Quetzal Leipzig e.V.

Und hier noch ein sehr guter Film zum Thema (mit deuschtschen Untertiteln und Hintergrundinfos hier auf www.feedingfactoryfarms.org):

Schluss mit Hungerlöhnen in den Nähfabriken

Es reicht. Schluss mit Hungerlöhnen in der Sportbekleidungsindustrie. Fordern Sie adidas auf, für existenzsichernde Löhne in den Zulieferfabriken zu sorgen!
Bild: Adidasprotest
Protest gegen Adidas
Die ArbeiterInnnen der el salvadorianischen Zulieferfabrik
von adidas und anderen Sportbekleidungsherstellern berichteten von extremen Arbeitsdruck, erzwungenen Überstunden, Hungerlöhnen und Trinkwasser, das krank macht.

Dank des großen internationalen Drucks und der Aufmerksamkeit, die der Fall in El Salvador fand, reagierten die Markenfirmen recht schnell. Es kam zu Treffen zwischen der Fair Labor Association, bei der die meisten Unternehmen, die in Ocean Sky fertigen lassen, Mitglied sind. Die FLA soll eigentlich die Einhaltung der Arbeitsrechte in den Fabriken kontrollieren. Durch die FLA wurde COVERCO, eine Monitoring-Organisation aus Guatemala beauftragt, die Arbeitsbedingungen in Ocean Sky zu untersuchen. Wichtig wird nun vor allem sein, wie Markenfirmen wie adidas das extrem niedrige Lohnniveau anheben wollen. Nicht nur im Fall der Fabrik Ocean Sky versteckt sich adidas hinter staatlich festgelegten Mindestlöhnen, die nicht ausreichen, die Lebensbedürfnisse einer Familie zu decken. Es ist an der Zeit, hier eine klare Antwort zu geben, wie die weit verbreiteten Hungerlöhne angehoben werden sollen – und was adidas konkret bereit ist, dafür mehr an den Fabrikanten zu zahlen.

Unterstützen Sie die Protest-Aktion und schreiben Sie eine Protest-Email an den Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer und fordern Sie, endlich sicherzustellen, dass den ArbeiterInnen in Ihren Zulieferbetrieben ein existenzsichernder Lohn gezahlt wird.


Hier geht es zur Online-Aktion…


(www.saubere-kleidung.de, 12.5.2011)

„Denn zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer! „

Auch die kleinen Schritte zählen!
Mit dem Motto „Denn zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer!“ startete vor kurzem ein interessantes Projekt um unseren Fleischkonsum zu minimieren.
Durchschnittlich essen in Deutschland die Menschen pro Jahr mehr als 64 kg Fleisch, was weit über dem weltweiten Durchschnitt liegt und dadurch auch weitreichende globale Folgen hat. Diese sind inzwischen ja schon vielen bekannt, doch für viele Leute ist der Schritt zu vegetarischen oder veganen Ernährung (zumindest für den Anfang) zu groß und abschreckend.
Hier nun die lustige Idee des Projektes – es tun sich einfach zwei Menschen zusammen und konsumieren jeweils nur noch die Hälfte Fleisch, denn wie gesagt: Zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer!
Außerdem gibt es auf www.halbzeitvegetarier.de ein spannenden CO2-Rechner, der erschreckende Aufschlüsse gibt.

Guck also einfach mal rein und macht am besten mit!

Mehr Infos zu Fleischkonsum gibt es aber auch in unserer Stadtführungsstation zum Thema Fleisch – einfach mal mitkommen!

Kongress: Jenseits des Wachsums?

Heute gibt es eine Empfehlung für einen spannenden Kongress…

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac veranstaltet vom 20.22. Mai an der TU Berlin in Kooperation mit verschiedenen Stiftungen den „Jenseits des Wachstums-Kongress“. Das ganze Wochenende wird sich in vielen Workshops, Vorträgen und Plena um das große Thema drehen:“Wie weiter mit dem linearen Wachstum auf unserem endlichen Planeten?“ Es wird um eine generelle Wachstumskritik gehen bis hin zur Vorstellung von Konzepten der Postwachstumsökonomien.

Ein paar Leute von KonsumGlobalLeipzig werden auf jeden Fall dabei sein, schaut doch auch mal vorbei: www.jenseits-des-wachstums.de/

(mehr…)

14. Mai – Öffentlicher Rundgang

Wie schon angekündigt werden wir auch diesen Sommer wieder mehr oder weniger regelmäßige öffentliche Stadtführungen anbieten.
Los geht es mit den frischgebackenen StadtführerInnen am kommenden Samstag den 14. Mai um 11:00 vor dem Weltladen an der Thomaskirche.
Dort startet zu der Zeit auch der FairTradeBrunch, zu dem wir am Ende unseres etwa 1 1/2-stündigen Rundganges auch zurückkehren werden.

Wer dieses Wochenende nicht kommen kann, kann sich auch einfach kurz bei uns melden, dann werden zum nächsten öffentlichen Rundgang eine Info zuschicken.

Sonne – Seminar – Stadtrundgang

Letztes Wochenende war es endlich so weit und es gab bei herrlichstem Wetter unser Seminar für neue konsum- und globalisierungskritische Stadtführerinnen und Stadtführer.

KGL-Seminar 2011

Nachdem wir am Samstag uns mit der generellen Methode, der Projektgeschichte und den Chancen & Grenzen des Konzeptes auseinandergesetzt haben, schauten wir uns die Zusammenhänge zwischen Konsum und Globalisierung noch einmal genauer an. So haben wir anhand des Animationsfilmes „The Story of Stuff“ Fragen diskutiert, wie etwa Kann ein lineares Wachstum auf einem endlichen Planeten überhaupt funktionieren? und welche Konsequenzen ziehen wir daraus für unsere Bildungsarbeit. Denn was gibt es denn für Alternativen, die wir bieten können?
Anschließend ging es endlich an die inhaltliche Ausarbeitung der Stadtführungsstationen: Kleidung, Handy, Fisch, Reisen und Schokolade. Zum abendlichen Abschluss, schauten wir gemeinsam den sehr zu empfehlenden Film zum Thema Wasserprivatisierung „Water makes money“.
Am Sonntag gab es dann den ersten eigenen Stadtrundgang der SeminarteilnehmerInnen und bei strahlender Sonne diskutierten wir so lange über die einzelnen Themen, dass uns fast die Zeit ein bisschen knapp wurde. Zum Abschluss des Wochenendes gab es noch einmal geammelte Tipps & Tricks und einen Teil zur rechtlichen Situation, außerdem schauten wir uns zum Ende noch die bundesweiten und lokalen Strukturen an und planten die weitere Zusammenarbeit.

Denn in der nächsten Zeit steht wieder viel an, wie etwa…
Die für dieses Jahr erste öffentliche Führung am Samstag den 14.5. – Start ist um 11:00 am Weltladen an der Thomaskirche
und
auch wieder die Teilnahme an der diesjährigen Ökofete im Clara-Zetkin-Park am 29.5.