Archiv für Juli 2011

CCC-Aktion: Adidas – Schluss mit den Hungerlöhnen in den Nähfabriken

Heute gibts mal wieder eine Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung!

Anlässlich der Fußball-Frauen-Weltmeisterschaft fordert die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) Adidas auf, für existenzsichernde Löhne in den Zulieferfabriken zu sorgen. Unterstützen Sie die ArbeiterInnen in den Zulieferfabriken von Adidas in ihrem Kampf gegen Hungerlöhne!

Die ArbeiterInnen in der el salvadorianischen Zulieferfabrik Ocean Sky berichteten von extremem Arbeitsdruck, erzwungenen Überstunden, Hungerlöhnen und Trinkwasser, das krank macht. Dank des großen internationalen Drucks reagierten die Markenfirmen recht schnell und es kam zu Verbesserungen in der Fabrik.
Mehr Informationen unter: www.saubere-kleidung.de

Offen bleibt bisher aber, wie Adidas das extrem niedrige Lohnniveau anheben will. Nicht nur im Fall der Fabrik Ocean Sky versteckt sich Adidas hinter staatlich festgelegten Mindestlöhnen, die nicht ausreichen, die Lebensbedürfnisse einer Familie zu decken. Es ist an der Zeit, eine klare Antwort zu geben, wie die weit verbreiteten Hungerlöhne angehoben werden sollen und was Adidas konkret bereit ist, dafür mehr an den Fabrikanten zu zahlen.

Schreiben Sie eine Protest-Mail an Adidas.
Adidasprotest

Barbie, it’s over!

Greenpeace hat eine neue, sehr poppige Kampagne zu Spielzeugverpackung von Mattel.
Guckt mal rein!

Globale Ernährung – aber wie?

Seit langem wird darüber gestritten wie die globale Ernährung gesichert werden kann. Viele Akteure setzen dabei auf Industrialisierung der Landwirtschaft, genetisch veränderte Pflanzen und Agrotechnik. Allerdings gibt es begründete Zweifel daran!
WWF und Heinrich-Böll-Stiftung haben jüngst Studien der FAO kritisch unter die Lupe genommen und kommen zum Schluss, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.

Hier die Studienergebnisse zum Download… (pdf)

Wer weniger wegschmeißt, muss weniger anbauen
Zur Ernährungskonferenz in Düsseldorf: Konzepte gegen Hunger basieren auf fragwürdigen FAO-Annahmen

Berlin – Die zur Bekämpfung der Hungerkrise von der Welternährungsorganisation FAO geforderte Steigerung der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent bis 2050 basiert auf unvollständigen Annahmen. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie des WWF Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung. Demnach hat die FAO maßgebliche Faktoren wie den Klimawandel unbeachtet gelassen. Die von der FAO geforderte siebzig-prozentige Steigerung der Agrarproduktion verliert damit laut Studie weitgehend ihre politische Aussagekraft. Die FAO hatte auf Grundlage ihrer Berechnungen bislang stets eine weltweite Intensivierung der Landwirtschaft gefordert. Die Studie wurde von der Universität Hohenheim durchgeführt und wird heute anlässlich der zweitägigen FAO-Konferenz in Düsseldorf veröffentlicht. (mehr…)