Vor einer Woche, am 26. September 2011, bekam die Stadt Leipzig den Titel „Fairtrade-Town“ verliehen.
Aus diesem Anlass gab es im Rathaus eine offizielle Feier mit Vertretern der Stadt, der Fairtrade-Town Initiative, vielen engagierten Menschen, die das Thema fairer Handel auf unterschiedliche Art und Weise an die Bevölkerung herantragen und sicher auch dem ein oder anderen neugierigen Gast.
Auch wir waren mit einem Stand vertreten, vor allem um unsere kritische Meinung zur Kampagne kundzutun und den Verantwortlichen der Stadt und des TransFair e.V. unsere weitergehenden Forderungen (s.u.) vorzustellen.
Der Oberbürgermeister war wohl leider zu beschäftigt und schnell wieder von der Bildfläche verschwunden, mit Heinz Fuchs dem Vorstandsvorsitzender des TransFair e.V. konnten wir jedoch ein kurzes Gespräch führen.
Dabei ging es hauptsächlich um die Möglichkeiten der Umstellung in der Textilindustrie auf „faire“ Produktion und welche Herausforderungen dabei auftreten. So sei es laut Fuchs am leichtesten faire Arbeitsbedingungen direkt beim Anbau der Baumwolle zu überprüfen, bei der weiteren Verarbeitung dieses Rohstoffs zum fertigen Produkt sei dies aber zunehmend schwerer, da in den größeren Fabriken in denen die Textilien zum Beispiel gewebt, geschnitten, gefärbt oder zusammengenäht werden, nicht nur ein einziger, sondern viele unterschiedliche Auftraggeber herstellen lassen, die ihrerseits eventuell leider keine gerechten Löhne zahlen wollen.
Eine Lösung hierfür wäre vielleicht der Zusammenschluss von Unternehmen, die den Wunsch haben ihre Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen herstellen zu lassen und gemeinschaftlich eigene Produktionsstätten aufzubauen bzw. schon vorhandene auf faire Produktion umzustellen.
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