Der wahre Preis der Billigklamotten – Zweiter Fabrik-Großbrand in nur 3 Montaten

Während allerorts der alljährliche vorweihnachtliche Konsumwahnsinn beginnt, geht eine Meldung ging durch alle Medien: „Mehr als 100 Menschen sterben bei Brand in Textilfabrik“ (spiegel-online.de), „Nach Brandkatastrophe in Bangladesch – Todesfalle Textilfabrik“ (tagesschau.de), „Unglück in Bangladesch – Tödliche Billigklamotten“ (taz.de), „Wieder ein entsetzlicher Brand in Textilfabrik in Bangladesch mit über 100 Toten“ (Clean Clothes Campaign).

Keine drei Monate nach dem Großbrand in einer für KiK produzierenden Fabrik in Pakistan mit über 300 Todesopfern, ist dies nun schon der zweite (bekannte) Großbrand innerhalb kurzer Zeit mit über 100 Todesopfern in einer Textilfabrik, welche vorrangig für den europäischen und US-amerikanischen Markt produziert. Nach angaben der Kampagne für Saubere Kleidung in den Jahren 2006-2009 sind allein in Bangladesch über 470 Todesopfer durch Brände zu beklagen.

Während in Deutschland inzwischen 1/3 der verkauften Textilien aus dem für mieseste Arbeitsbedingungen bekannten Discountbereich kommen, sieht es bei den großen Marken nicht viel besser aus. Nicht nur das die ArbeiterInnen Löhne bekommen die unter dem Existenzminimum liegen, keine Überstunden bezahlt bekommen, kaum Pausen haben, sich nicht gewerkschaftlich organisieren dürfen und 6 oder 7 Tage-Wochen mit 12-16 Stundenarbeitszeit gehören, werden auch immer wieder grundlegendste Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen mißachtet, so sind Berichte über zu wenige und verschlossene Notausgänge, kein Brandschutz etc. keine Seltenheit.

Es wird also erschreckend deutlich, dass der wahre Preis für die Jeans nicht die 12,00€ sind, die wir an C&A bezahlen, auch nicht die 9,99€ bei KiK, den Preis bezahlen die NäherInnen mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben.